Lexikon
F-Mount
Standard Objektivbefestigung vieler Kameras. Die Wanddicke des Flanschringes der Linsenbefestigung beträgt 2,5 mm. Der Abstand zwischen der Befestigungsfläche des Objektivs und der Bildebene beträgt 46,5 mm (Auflagemaß). Die F-Mount Befestigung wird ebenfalls als F-Bajonett bezeichnet. Überschreitet die Diagonale des Sensors eine Breite von 11 mm sind F-Mount Objektive die erste Wahl.
F-stop
Wird ebenfalls als F-Zahl bezeichnet. Sie kennzeichnet die Öffnung der Blende einer Kamera. Jede F-Zahl lässt doppelt so viel Licht wie die folgende und halb so viel Licht wie die vorherige F-Zahl durch. Die F-Zahl ist also ein Indikator wie groß die Linsen- bzw. Blendenöffnung ist. Je größer die Zahl, desto geringer ist die Öffnung. Als Beispiel hierfür beschreibt f/16 eine kleinere Blende als f/2. Für gewöhnlich verfügen 35 mm Kameras über folgende F-stop Kennzahlen: f2, f2,8, f4, f5,6, f8, f11, f16. Kleine Öffnungen (wie f16) weisen eine höhere Schärfentiefe als Größere auf.
Farbsättigung
In der Farbtheorie bezieht sich die Sättigung auf einen bestimmten Farbton. Sie beschreibt die Farbreinheit. Ein Farbton mit einer hohen Sättigung verfügt über eine klare und intensive Farbe, wobei eine geringere Sättigung die Farbe gräulich und gedämpft wirken lässt. Ist keine Sättigung vorhanden, wird aus dem Farb- ein Grauton. Die Farbsättigung ist einer von drei Bestandteilen des HSV-Farbraums.
Farbton
Bezieht sich auf Farben wie z. B. rot, blau, grün, etc.
Farbwertanteil
Farbqualität des Lichtes definiert nach Farbton und Farbsättigung. Der Farbwertanteil beinhaltet jegliche Bestandteile einer Farbe, abgesehen von der Helligkeit.
Faser Optik
Eine optische Faser ist eine schmale Faser, die gewöhnlich aus Glas ausgelegt ist und Licht überträgt. Faser Optik beschreibt ebenso die wissenschaftliche Branche, die sich mit optischen Fasern beschäftigt.
Fixed Pattern Noise
Unerwünschte Signalkomponente, die für gewöhnlich konstant ist oder sich nur langsam ändert. Ein Störsignal, das dem Betrachter wie ein Fliegengitter über dem Bild erscheint. Diese hierdurch entstehenden Linien sind nicht deckungsgleich mit den „wahren“ Abständen zwischen den Pixel. Ursachen für diesen Effekt können verschiedene Verstärkungsvarianten der einzelnen Pixelelemente sein. Ebenso kann der Effekt durch fehlerhafte CCD- oder CMOS-Sensoren, aber auch Reflektionen auftreten.
Flat Field Correction (FFC)
Die FFC beinhaltet eine Verstärkung oder Offset-Korrektur einzelner Pixel. Sie wird durchgeführt, um Licht- oder Sensorunregelmäßigkeiten auszublenden.
Fotografische Einheiten
Einheiten wie z. B. lux, cd/m, etc. werden genutzt, um die Lichtmenge (Luminanz) oder die Helligkeit eines Objekts bzw. Bildes zu beschreiben. Diese sind abhängig von den sensitometrischen Charakteristiken des menschlichen Auges. Kontraste werden mit radiometrischen Einheiten dargestellt. Diese beschreiben Licht in Form von physikalischer Energie, unabhängig von der sensitometrischen Charakteristik des Auges.
Fokus
Der Fokus bzw. Brennpunkt bezeichnet den Punkt, in dem die parallel zur optischen Achse einfallenden Lichtstrahlen gebündelt werden.
Fokustiefe
Die Fokustiefe ist auch bekannt als Schärfentiefe.
fps (frames per second)
Bildrate, angegeben in Bilder pro Sekunde.
Frame
Ein zweidimensionaler Bereich von Pixel bzw. Pixelinfomationen oder die Zusammenfassung aller ausgelesenen Pixel einer Kamera.
Frame Buffer
RAM der genutzt wird um Pixelinformationen eines Einzelbilds zu speichern.
Frame Grabber
Ein Board (PCI oder PCI-x), das als Schnittstelle zwischen Kamera und Computer dient. Der Frame Grabber stellt die zwischengespeicherten Daten bereit und unterstützt die Steuerung der Kamera.
Frame Rate
Geschwindigkeit, mit der die Bilder aufgezeichnet werden. Wird in fps (frames per second – Bilder pro Sekunde) angegeben.
Frame Transfer Sensor
Bestimmte Sensorarchitektur, die mit lichtempfindlichen und lichtunempfindlichen Flächen ausgestattet ist. Der lichtunempfindliche Bereich wird zur Bildspeicherung genutzt. Nach der Aufnahme eines Bildes wird dieses von der empfindlichen zur unempfindlichen Fläche weitergeleitet. Diese Übermittlung geschieht sehr schnell, entweder mittels CCD-Schieberegistern oder durch die Interline-Bauweise.
Frequenz
Zeit, die ein Signal benötigt, um eine komplette Periode zu durchlaufen. Die Maßeinheit der Frequenz ist in Hertz (Hz) angegeben. Bildsensoren werden manchmal in Form ihrer Auflösungsvermögen oder Frequenz beschrieben.
Full Frame Sensor
Sensor Architektur, die einen hundertprozentigen Füllfaktor aufweist. Hierbei werden die Pixel auch genutzt, um den Ladungstransport zu vollziehen und das Bild zu liefern. Bei Full Frame Sensoren ist ein externer, meist mechanischer Verschluss nötig. CCDs in dieser Ausführung finden ihre Anwendung meist in wissenschaftlichen Bereichen.
Full Well Kapazität
Anzahl der Elektronen (e-), die in einem Pixel gespeichert werden können. Hochgeschwindigkeitssensoren verfügen über ungefähr 60.000e-. Werden sie für wissenschaftliche Bereiche genutzt sollten sie 200.000e- aufweisen.
Füll Faktor
Kennzahl des lichtempfindlichen Bereichs im Verhältnis zur Pixelgröße. Ist die Pixelgröße zum Beispiel 17 µm und verfügt über einen Füllfaktor von 60%, so beträgt der lichtempfindliche Bereich 10,2 µm. Die anderen 40 % beinhalten Metallverbindungen oder andere Strukturen. Diese Bereiche lassen keinen Lichteinfall zu. Der Füllfaktor kann ebenso als X&Y Füllfaktor beschrieben werden.


